Autohandel: Der Mauerfall vor 20 Jahren “rettete” die Branche!

Heute vor genau 20 Jahren wurden die Grenzen zwischen Ost- und Westdeutschland geöffnet. Seit dem ist viel passiert. Nun wächst zusammen, was zusammen gehört – aber es dauert eben seine Zeit. Der Fall der innerdeutschen Grenze führte zu Gewinnern und Verlierern. Die Automobilbranche, Hersteller wie Händler, durfte sich vor 20 Jahren in jedem Fall zu den Gewinnern zählen. Nun werden die Zeiten aber wieder deutlich rauer.

Bereits vor 20 Jahren stand die Automobilbranche vor einem Umbruch. Die Überproduktion der Hersteller stieg, die Gebrauchtwagenplätze der meisten Händler waren voll und es war auch von der ein oder anderen Insolvenz zu hören.  Dann kam er: Der historische Mauerfall! Innerhalb nur eines Jahres wurde die Deutsche Frage “gelöst”. Zuerst kam die Währungsunion und dann die Einheit. Mit der Währungsunion kam der deutsche Autohandel in Schwung. Im Osten Deutschlands konnte bei den Neuzulassungen anfänglich besonders Opel punkten! Gebrauchtwagen wurden aus allen westdeutschen Bundesländern in den Osten gekarrt;  entweder von den ostdeutschen Käufern selbst oder von den Händlern, die diese dort zum Verkauf anboten – oft zu überhöhten Preisen. Innerhalb nur eines Jahres lösten sich die Probleme vieler Hersteller und auch weiter Teile des Handels in Luft auf. Heute müssen wir feststellen, viele Hersteller und Händler haben in den letzten 20 Jahren nicht wirklich hinzu gelernt. Hersteller sind weiterhin überwiegend Stückzahlgetrieben, die Überproduktionen werden in den nun wirtschaftlich schwierigen Zeiten wohl wieder ansteigen und im Handel vollzieht sich der Wandel schneller als je zuvor. Hier drücken vor allen Dingen Leasingrückläufer viele Händler in die roten Zahlen. Zeit zum Umdenken! Der Handel braucht die Hersteller – und die Hersteller den Handel.  Wenn die Beteiligten sich dies bewusst machen, wird sich der erforderliche Struktuwandel geordneter und planbarer vollziehen. Zum Voteil aller: Handel, Hersteller und Kunden!

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