Automobilhersteller: EU ist out, BRIC ist in!

Nachdem viele Hersteller 2009 noch von staatlichen Hilfs- und Unterstützungsprogrammen im EU-Raum profitiert haben, wenden sich diese nun anderen Wirtschaftsräumen zu um ihre oft ehrgeizigen Wachstumspläne zu verwirklichen. Gemäß einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group gehören die BRIC-Staaten in den kommenden fünf Jahren zu den wachstumsstärksten Automobilmärkten.

Hersteller mit hochgesteckten Wachstumszielen (trifft auf fast alle Hersteller zu) kommen in den kommenden Jahren an den Märkten wie Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC-Staaten) wohl nicht mehr vorbei. Innerhalb der Europäischen Union (EU) ist durch die Wirtschaftskrise und den Auslauf staatlicher Förderprogrammen in nächster Zeit kein besonderes Wachstum zu erwarten; in einigen Mitgliedsstaaten ist sogar eher von einem Absatzrückgang auszugehen. Der US-amerikanische Markt erholt sich nach einem gewaltigen Absturz gerade wieder, ist aber von der alten Stärke noch weit entfernt. Wer Absatz steigern will muss, laut Studie der Boston Consulting Group, in den nächsten Jahren auf den Märkten der BRIC-Staaten Gas geben. Diese Länder sollen künftig alleine ein Drittel des weltweiten Absatzzuwachses ausmachen. Auch Russland wird nach einem massiven Absturz im letzten Jahr und einer vermutlich zähen Erholung wieder echtes und deutlich spürbares Wachstum zugetraut. Lag der Anteil der BRIC-Staaten am globalen Gesamtabsatz 2007 noch bei 21 %, so soll er bis 2014 auf insgesamt rund 30 % steigen. Dieser Entwicklung müssen sich die Hersteller in den kommenden Jahren stellen. Allerdings haben bisher nur etwa 8 % der westlichen Hersteller und Zulieferer ihre Geschäfstätigkeit in diesen Wachstumsmärtken langfristig verankert.  Somit besteht Nachholbedarf. In Europa, insbesondere  Deutschland, darf man gespannt sein, wie die Hersteller auf den hier nachlassenden Absatz reagieren.

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