Trotz Abwrackprämie: Insolvenzwelle rollt durch den deutschen Autohandel!

Der deutsche Autohandel hat es schwer! Trotz dem Sondereffekt der staatlichen Umweltprämie kam es 2009 zu deutlich mehr Insolvenzen im deutschen Kfz-Gewerbe als im Vorjahr. Das Jahr 2010 dürfte sich für die Kfz-Branche kaum besser gestalten. Vorgezogene Neuwagenkäufe im Jahr 2009 und anhaltend hohe Verlustrisiken durch Leasingrückläufer machen der Branche schwer zu schaffen.

Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destartis) nahmen die Insolvenzen in der Kfz-Branche im Jahr 2009 um 15,6 % zum Vorjahr zu. Insgesamt kam es zu 1.272 Insolvenzen. Damit mussten im Kfz-Bereich prozentual deutlich mehr Pleiten verzeichnet werden als im deutschen Branchenschnitt. Dieser lag 11,6 % über dem Vorjahr.

Innerhalb der Kfz-Branche war der Bereich “Autohandel” besonders stark betroffen. Rund 20 % mehr Betriebe als noch im Vorjahr mussten den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Noch deutlicher werden die Auswirkungen bei einem Blick auf die Beschäftigungszahlen. Waren 2008 noch etwas mehr als 121.000 Arbeitnehmer von Insolvenzen im Kfz-Bereich betroffen, waren es 2009 schon fast 251.000 Arbeitnehmer - dies entspricht mehr als einer Verdoppelung der betroffenen Arbeitnehmer. Für das laufende Jahr 2010 kann mit keiner deutlichen Entspannung gerechnet werden!

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