Wer sich mit dem Neu- oder Gebrauchtwagenkauf beschäftigt sollte aus Rücksicht auf die Umwelt nicht nur auf Motorleistung, Farbe und Fahrzeugpreis achten, sondern auch ein Auge auf den Schadstoffausstoß werfen. Der Nebeneffekt dabei: Je besser die Emissionsklasse, um so einfacher dürfte später einmal der Wiederverkauf sein.
Dabei bieten sich für Neu- und Gebrauchtwagenkäufer heute aber noch nicht die selben Möglichkeiten. Gemäß der Verordnung 715/2007 (EG) können erst seit August 2008 Typgenehmigungen nach Euro 5 oder Euro 6-Norm erteilt werden. Am Kauf eines drei- und vierjährigen Fahrzeugs Interessierte können somit auf der Suche nach einem Fahrzeugangebot mit Euro 5-Norm gar nicht fündig werden. Hier gilt ein Fahrzeug mit Euro 4-Norm als sichere Wahl; auf Angebote mit Euro 3-Norm sollte möglichst verzichtet werden. Fahrzeuge mit Euro 4-Norm erhalten in jedem Fall die grüne Plakette, egal ob Benziner oder Diesel - bei Fahrzeugen mit Euro 3-Norm, speziell bei Dieselmotoren, ist dies nicht grundsätzlich der Fall. Außerdem stoßen Fahrzeuge der Emissionsgruppe 4 niedrigere umweltbelastende Partikel- und Stickoxidemissionen aus.
Neuwagenkäufer hingegen sollten sich nur mit Angeboten beschäftigen, die der Euro 5-Norm entsprechen. Laut KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) entsprachen 2009 bereits rund 30 % aller neu zugelassenen PKW dieser Norm. Aber auch die ersten Angebote von Serienfahrzeugen mit Euro 6-Norm sind seit letztem Jahr auf dem Markt zu haben. Audi, BMW, Mercedes und VW konnten 2009 erste Zulassungen mit Euro 6-Norm verbuchen. Mit insgesamt 3.018 Fahrzeug fiel deren Zahl jedoch sehr gering aus; alleine 1.645 Neuzulassungen entfielen hierbei auf den Passat von VW.
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